Eine Autotür schlägt zu, es ist Samstag Morgen. Auf der kleinen Straße in Howiek fahren eigentlich nur Anwohner und Besucher / Lieferdienste. Die Bewohner des Hauses hören es und wundern sich, dass niemand an die Haustüre kommt, denken dann aber nicht weiter darüber nach.
Am Spätnachmittag halten Sie sich im Garten auf und sehen plötzlich unter der Thuja Hecke Kitten laufen. Der Garten ist hoch und engmaschig eingezäunt, so dass keine Katze, auch kein Kitten von außen reinkommen kann. Beim Suchen unter der Hecke werden 5 Kitten entdeckt, die aber in der dichten und breiten Hecke nicht zu greifen sind. Die Familie erinnert sich an die Autotür am Morgen und geht auf die Straße. Am Zaun entlang sieht man eine frische Reifenspur, da der Boden vom Regen noch aufgeweicht war. Es gibt für die Familie keine andere Erklärung: Aus diesem Auto wurden die Kitten über den Zaun entsorgt. Von einer Mutterkatze ist weit und breit nichts zu sehen.
Wir wurden um 17.30 Uhr angerufen und setzten uns sofort ins Auto, beladen mit Kescher, Boxen und Fallen. Zu allem Unglück fing es auch noch kräftig zu regnen an. Vor Ort angekommen, stellten wir schnell fest, dass wir unter der Hecke weder mit der Hand noch mit Kescher die Kleinen erwischen können. Unsere Sorge stieg, da die Kitten noch so klein waren und wir nicht sicher sein konnten, dass sie schon Katzenfutter essen können. Wenn nicht, wäre das Locken in die Falle schwierig bis unmöglich gewesen. Aber wir hatten Glück, die beiden Mutigsten gingen relativ schnell zusammen in eine Falle. Dann warten – aber kein Kitten ließ sich sehen. Wir spielten Katzenrufe per YouTube ab und siehe da, 2 weitere kamen näher, trauten sich aber nicht. Nach einiger Zeit klappte es auch hier, sie tapsten zu zweit in die Falle. Jetzt fehlte noch eines, das schüchternste Kitten. Es ließ sich viel Zeit, trotz der Katzenrufe. Wir wurden schon unruhig. Aber dann fand auch dieses den Mut und ging zum Futter.
Glücklich und tropfnass konnten wir nach ca. 2 Stunden diese 5 Geschwisterchen nach Hause nehmen und versorgen. Zur Sicherheit blieben 2 Fallen stehen, falls wider Erwarten doch noch Kitten da sein sollten.
Am Sonntag Morgen haben wir die 5 dem Tierheim Oldenburg übergeben, wo sie nun weiter versorgt werden. Weitere Kitten wurden zum Glück nicht mehr gesehen, Fallen stehen aber noch.
Wir müssen nicht erwähnen, dass das Aussetzen von Tieren eine Straftat ist, von der Grausamkeit dieses Handelns ganz zu schweigen!!!
Lasst eure Katzen und Kater kastrieren, um solches Leid zu verhindern.


